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 Die Hütte
Bruder Sonne Schwester Mond  

Ein Dorf sieht schwarz
,  , 96 min | Signatur: 109662


"95 Prozent Kühe, 7 Prozent Einwohner und darunter eine einzige schwarze Familie." So beschreibt der Rapper Kamini in seinem Song "Marly Gomont" die Lage bei seiner Ankunft in der nordfranzösischen Provinz. 1971 zog er als kleines Kind aus Kinshasa nach Frankreich, wo sein Vater, der frischgebackene Mediziner Seyolo Zantoko, eine Stelle als Landarzt antrat. Der Videoclip zum Song wurde bei seinem Erscheinen 2006 in Frankreich zum Internet-Hit und Kamini für seinen "rural rap" berühmt. Zehn Jahre später hat er diese bitterböse humoristische Abrechnung mit dem Landleben und dem Rassismus zu einem Spielfilm weiterentwickelt. In der Kinoversion, für die Kamini zusammen mit Benoît Graffin und dem Regisseur Julien Rambaldi das Drehbuch schrieb, steht nicht mehr er selbst, sondern sein Vater im Zentrum. Dementsprechend präsentiert sich die Nacherzählung des schwierigen Starts in Marly-Gomont als Hommage an den Landarzt Zantoko, gespielt von Marc Zinga. Der Tonfall ist milder, der Humor aber noch vorhanden: Frankreich 1975: Seyolo Zantoko ist Arzt und stammt aus dem Kongo. Als er einen Job in einem kleinen Kaff nördlich von Paris angeboten bekommt, beschließt er, mit seiner Familie umzuziehen. Sie erwarten Pariser Stadtleben, treffen aber auf Dorfbewohner, die zum ersten Mal in ihrem Leben einem afrikanischen Arzt begegnen und alles tun, um den "Exoten" das Leben schwer zu machen. Aber wer mutig seine Heimat verlassen hat und einen Neuanfang in einem fremden Land wagt, lässt sich so leicht nicht unterkriegen... Inklusive didaktischem Begleitmaterial auf seperater Disc.

Schlagworte: Klisches, Anderssein, Landleben, Rechtsruck, Apartheid, Frankreich, Vorurteile, Rassentrennung
Topographie: Spielfilm, wahre Geschichte
Eignung: ab 12
Regie: Julien Rambaldi

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